Stil & Etikette

Hier finden Sie interessante Tipps zu den heutigen Stil und Etiketteregeln, bezogen auf die Themen Tanzen, Tanzschule und Tanzpartner.

Etikette ist angesagt, gutes Benehmen rückt immer mehr in den Fokus. Nicht selten ist der richtige, gesellschaftliche Umgang das Zünglein an der Waage, wenn junge Erwachsene dem Personalentscheider in einem Bewerbungsgespräch gegenüber sitzen.

Aufforderung zum Tanz

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist es heutzutage durchaus gängig, dass beide Geschlechter gleichberechtigt zum Tanz auffordern.

Der Mann widmet einer Frau, die er zum Tanz auffordert, seine volle Aufmerksamkeit. Nehmen Sie als erstes die Hand aus der Hosentasche, stellen Sie Getränke ab und schließen Sie Ihr Jackett.

Bei der Wortwahl sind Sie sehr frei. Je nachdem, wie gut Sie die Dame oder den Herrn kennen, können Sie zum Beispiel mit den Worten "Darf ich bitten?", "Haben Sie Lust, mit mir zu tanzen?", "Möchten Sie tanzen?" oder "Darf ich Sie um diesen Tanz bitten?" zum Tanzen auffordern. Vermeiden Sie lediglich Fragen, die den Angesprochenen bloßstellen könnten, beispielsweise "Können Sie tanzen?".

© by Stephanie Hofschläger / PIXELIO

Viel Erfolg!

 

Der Weg zum Tanzen

Tipp für Männer: Wenn Ihre Dame nach der Aufforderung zum Tanz von ihrem Platz aufsteht, schieben Sie ihren Stuhl zurück, machen Sie der Dame den Weg zum Gang frei und schieben Sie den Stuhl wieder zurück an den Tisch.

Der Herr führt die Dame durch den Saal zum Tanzparkett und bahnt dabei, falls nötig, rücksichtsvoll den Weg durch die anderen anwesenden Ballgäste.

© by Viktor Mildenberger / PIXELIO

Das Einhaken beim Herrn ist Entscheidung der Frau. Sie darf sich jederzeit beim Herrn einhaken, selbst wenn Sie ihn nicht näher kennt. Bietet der Herr den Ellbogen an, darf Sie diesen ablehnen. Zeigt die Dame an, dass sie sich einhaken möchte, bietet der Mann ihr als Gentleman selbstverständlich den Ellbogen an.

Es ist nicht unhöflich, wenn sich die Dame nicht einhaken möchte, sondern zeigt, dass sie einen derart vertrauten, körperlich nahen Umgang nicht wünscht.


Lassen Sie als Herr der Dame den Vortritt auf die Tanzfläche. Nicken Sie als Herr vor dem Tanzen der Dame freundlich zu und nicken Sie als Dame freundlich zurück. Eine Verbeugung ist heutzutage nicht mehr Pflicht, aber auf festlichen Tanzbällen und Galaveranstaltungen durchaus nicht fehl am Platz.

Viel Erfolg!

   

Das Essen - Messer, Gabel, Schere, Licht - dahin gehört die Serviette nicht…

Der Besuch in einem Restaurant erfordert ein gewisses Maß an Geschicklichkeit im Umgang mit dem Besteck, den Gläsern und dem Bedienpersonal.
Einige Verhaltensweisen sind unbedingt erforderlich, denkt man beispielsweise daran, dass der Chef zu einem Mitarbeiteressen einlädt. Wer dann sein Besteck wie Mistforken behandelt, sollte nicht damit rechnen als Nächster befördert zu werden.

Hier nun einige Vorschläge, wie Sie bei Tisch
garantiert einen guten Eindruck hinterlassen.

Der 6-Punkte-Restaurant-Knigge

Amuse-Gueule
„Das hab ich aber gar nicht bestellt“ Den Satz sollten Sie sich verkneifen, wenn dieser „kleine Gruß aus der Küche“ – auch Amuse-Bouche – genannt, serviert wird. Er dient als Gaumenkitzler oder auch als Zeitüberbrücker.

Gläser
Gläser die einen Stiel haben, werden auch an diesem angefasst. Fassen Sie am Kelch an, so erhöht sich die Temperatur des Inhalts viel zu schnell und beim Anstoßen klingen die Gläser nicht. Die einzige Ausnahme ist der Cognacschwenker.

Kartoffeln
Kartoffeln werden durch die Gabelzinken nicht zu „Einheitsbrei“ gequetscht. Auch wenn Sie es noch so lecker finden, sollten Sie auf das große Musen verzichten.

Die Serviette
Sie wird nicht um den Hals geknotet. Dies gilt als stillos und erinnert eher an einen Zahnarztbesuch. Einzige Ausnahme ist ein Krebsessen, bei dem die eigentlich dazugehörigen Lätzchen fehlen. Sollten Sie zwischendurch einmal aufstehen, legen Sie die Serviette links neben den Teller, wo sie auch hingehört, wenn das Essen beendet ist.

Die Pause
Bei einer Essenspause werden Messer und Gabel nicht schräg an den Tellerrand gelehnt und mit den Griffen auf dem Tisch abgestützt (da dann z.B. Saucenreste auf die Tischdecke laufen könnten).
Das „Pausenzeichen“ für die Bedienung sieht so aus: Das Besteck wird mit den Spitzen zur Mitte des Tellers zeigend gekreuzt auf ihm abgelegt.

Das Ende
Das Ende eines Ganges oder Essens signalisieren Sie, indem Sie das Besteck parallel zwischen „halb fünf bis fünf Uhr“ ablegen, wenn Sie sich den Teller als Uhr vorstellen.

Guten Appetit!
   

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